www.schilddruese.hexal.deFachbegriffe erklärt
Adenom
Gutartiges Geschwulst aus Schleimhaut oder Drüsengewebe, das maligne (bösartig) werden kann.
Antikörper
Immunglobulin; eine vom Immunsystem produzierte Eiweißverbindung mit der Aufgabe einen Fremdkörper zu binden, damit er vom körpereigenen Abwehrsystem entfernt werden kann.
Autoimmunerkrankung
Erkrankung, bei welcher sich die Immunabwehr anstatt gegen körperfremde gegen körpereigene Stoffe richtet.
Autoimmunthyreoiditis
Schilddrüsenentzündung, die durch den Angriff des Immunsystems gegen körpereigenes Schilddrüsengewebe verursacht wird. Dazu gehört beispielsweise die Hashimoto-Thyreoiditis.
Autonomes Adenom
Schilddrüsengewebe, welches eigenständig/unkontrolliert Hormone produziert ("heißer Knoten").
Autonomie
Unabhängigkeit, Selbstständigkeit, Eigenständigkeit
Beta-Blocker
Arzneistoffe (sog. β-Rezeptor-Antagonisten), die die β-Rezeptoren am Herzen hemmen. Dadurch sinken z.B. Herzfrequenz und Kontraktionskraft des Herzens. Beta-Blocker werden u.a. zur Behandlung des Bluthochdrucks und der koronaren Herzkrankheit eingesetzt.
Carbimazol
Thyreostatikum; Arzneistoff, der zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt wird.
Diabetes mellitus
Zuckerkrankheit, chronische Stoffwechselkrankheit, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Man unterscheidet zwei Formen: Beim Diabetes mellitus Typ 1, früher Jugenddiabetes genannt, ist die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage Insulin zu produzieren. Beim Diabetes mellitus Typ 2, auch Altersdiabetes genannt, ist die vorhandene Insulinproduktion nicht ausreichend, da die Körperzellen nur eingeschränkt auf das freigesetzte Insulin reagieren.
Endokrin
Bedeutet, dass ein Organ bestimmte Stoffe, z.B. Hormone, in den Blutkreislauf abgibt.
Endokrine Orbitopathie
Autoimmunerkrankung der Augenmuskeln und des Bindegewebes der Augenhöhle, die meist im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenerkrankung vom Typ Morbus Basedow auftritt.
Endokrinologie
Teilbereich der Medizin, der sich mit dem Hormonsystem und dessen Erkrankungen beschäftigt.
Entzündung
Abwehrreaktion des Körpers auf verschiedene Reize (wie zu hohe Temperatur, UV-Strahlung, Allergene, Gifte, Bakterien, Viren oder Pilze) mit dem Ziel den Auslöser und seine Folgen zu beseitigen. Kennzeichen einer Entzündung sind Rötung, Schwellung, Hitze, Funktionseinschränkung und Schmerz.
fT3
Freies Schilddrüsenhormon T3, nicht an Trägereiweiß gebunden, sondern frei im Blutserum vorhanden.
fT4
Freies Schilddrüsenhormon T4, nicht an Trägereiweiß gebunden, sondern frei im Blutserum vorhanden.
genetische Disposition
Genetische Veranlagung, im Erbgut festgelegte Anfälligkeit eine bestimmte Krankheit zu entwickeln.
Glandula thyreoidea
Lateinische Bezeichnung für Schilddrüse.
Hashimoto-Thyreoiditis
Autoimmunerkrankung; mit/ohne Schilddrüsenvergrößerung und Hypothyreose verbundene Schilddrüsenentzündung.
heißer Knoten
Autonomes Adenom; Bereich in der Schilddrüse, der verstärkt Jod aufnimmt und speichert. Die Produktion der Schilddrüsenhormone ist eigenständig/unkontrolliert. Ein heißer Knoten ist mittels Szintigraphie darstellbar.
Hormon
Physiologische Substanz, die vom Organismus selbst produziert wird, ihr Zielorgan über den Blut- oder Lymphweg erreicht und dort den Stoffwechsel in charakteristischer Weise beeinflusst.
Hypophyse
Hirnanhangdrüse; haselnussgroßes, von Bindegewebe umschlossenes Organ am Boden des Zwischenhirns.
Hypothalamus
Teil des Zwischenhirns, wirksam als zentrales Regulationsorgan für verschiedene vegetative Funktionen.
Hyperthyreose
Schilddrüsenüberfunktion
Hypothyreose
Schilddrüsenunterfunktion
Iod (Jod)
Essentielles Spurenelement, muss über die Nahrung aufgenommen werden.
kalter Knoten
Bereich in der Schilddrüse, der wenig oder kein Iod aufnimmt und weniger oder keine Schilddrüsenhormone bildet. Ein kalter Knoten ist mittels Szintigraphie darstellbar.
Kropf
Vergrößerung der Schilddrüse, meist aufgrund von Jodmangel, siehe auch Struma.
Levothyroxin (L-Thyroxin)
Schilddrüsenhormon; Künstlich hergestelltes Schilddrüsenhormon wird als Ersatz für das körpereigene Hormon eingesetzt bei einer Schilddrüsenunterfunktion oder einer fehlenden Schilddrüse.
μg
Mikrogramm, millionstel Gramm
Morbus Basedow
Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, bei der unkontrolliert hohe Mengen an Schilddrüsenhormonen produziert und freigesetzt werden.
ng
Nanogramm, 10-9 Gramm
Normwerte
Physiologische Werte, die innerhalb eines bestimmten, als normal anzusehenden Bereichs liegen.
Propylthiouracil
Thyreostatikum; Arzneistoff, der zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt wird.
Punktion
Einstich einer Kanüle in ein Hohlorgan oder in Körpergewebe, um Untersuchungsmaterial zu gewinnen oder um Diagnostika oder Therapeutika zu injizieren.
Radiojodtherapie
Behandlungsmethode, bei der eine geringe Menge an radioaktivem Jod (I-131) in Form einer Kapsel eingenommen wird. Das Jod erreicht über die Blutbahn die Schilddrüse. Dort zerstört es durch seine radioaktiven Strahlen krankhaft verändertes Schilddrüsengewebe. Da das Jod praktisch ausschließlich von der Schilddrüse aufgenommen wird, wirkt es nur lokal. Strahlenbelastungen an anderen Organen entstehen nicht.
Referenzwerte
Auch Normwerte
Röntgenkontrastmittel
Substanzen, die eingesetzt werden, um im Röntgenbild schlecht sichtbare Körperstrukturen, wie Blutgefäße, Gallenwege oder den Verdauungstrakt, besser vom umliegenden Gewebe unterscheiden zu können.
Schilddrüse
Lat. Glandula Thyreoidea; lebenswichtiges, den Stoffwechsel regulierendes Organ im Bereich des Kehlkopfes vor der Luftröhre gelegen.
Schilddrüsenautonomie
Siehe autonomes Adenom.
Schilddrüsenwerte
Im Serum vorhandene Mengen der Hormone T3, T4 und TSH, sowie bestimmte Antikörper; können mit Hilfe einer Blutuntersuchung ermittelt werden.
Selen
Essentielles Spurenelement, muss über die Nahrung aufgenommen werden. Selen wirkt u. a. als Radikalfänger.
Sonographie
Ultraschalluntersuchung
Struma
Vergrößerung der Schilddrüse, meist aufgrund von Jodmangel; lateinische Bezeichnung für Kropf.
Symptom
Krankheitszeichen, Beschwerde
Szintigraphie
Untersuchungsmethode, bei der eine schwach radioaktive Substanz in den Körper gespritzt und danach bildlich dargestellt wird. Anhand der Verteilung und Speicherung dieser Substanz im Schilddrüsengewebe können Aussagen zur Funktion der Schilddrüse getroffen werden.
T3
Triiodthyronin; Schilddrüsenhormon
T4
Thyroxin, Tetraiodthyronin; Schilddrüsenhormon
Tetrajodthyronin
T4, Levothyroxin, Thyroxin, Schilddrüsenhormon
TG
Thyreoglobulin; Speichereiweiß der Schilddrüsenhormone
Thiamazol
Thyreostatikum; Arzneistoff, der zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt wird.
Thyreoiditis
Schilddrüsenentzündung; Sammelbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen der Schilddrüse.
Thyreoiditis de Quervain
Akute oder subakute, oft schmerzhafte Entzündung der Schilddrüse, heilt spontan wieder ab.
Thyreostatika
Arzneistoffe zur Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion. Hemmen die Bildung oder Abgabe von Schilddrüsenhormonen.
Thyroxin
Schilddrüsenhormon
TPO
Thyroidperoxidase, Schilddrüsenperoxidase; Körpereigenes Enzym, das für die Bildung von Schilddrüsenhormonen nötig ist.
TRAK
TSH-Rezeptor-Antikörper; vom Körper gebildete Antikörper, die gegen die Bindungsstelle von TSH gerichtet sind. Erhöhte TRAK-Spiegel können bei Morbus Basedow vorkommen.
TRAK-, TPO-, TG-Antikörper
Wichtiger Antikörper für die Diagnose der Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow.
TRH
Thyreotropin Releasing Hormone; Hormon des Hypothalamus, das auf dem Blutweg zur Hypophyse gelangt und die Ausschüttung von TSH (Thyreoid Stimulating Hormone) anregt.
TSH
Thyreoid Stimulating Hormone, Thyreoideastimulierendes Hormon, Thyreotropin; Hormon der Hypophyse, das auf dem Blutweg zur Schilddrüse gelangt und dort die Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen anregt.
Trijodthyronin
T3, Schilddrüsenhormon
Tumor
Zunahme von Gewebevolumen, dazu gehören gutartige (benigne) oder bösartige (maligne) Neubildungen von Körpergewebe.







